Art Déco gilt als Stil der dekorativen Künste, dessen Anfänge in Paris der Jahre um 1910 liegen. In etwa zeitgleich mit radikaleren Spielarten der künstlerischen Avantgarde (z.B. de Stijl, russische Avantgarde und Bauhaus) angesiedelt, verbindet Art Déco mit anderen führenden Kunstrichtungen zwar einen umfassenden künstlerischen Ansatz, jedoch fehlt ihm eine soziale Komponente.
Es geht nicht um eine Kunst, die alle erreichen will, sondern um eine Kunst für eine weltoffene und wohlhabende Elite.
Der Name Art Déco entsteht 1925 mit der Weltausstellung in Paris: Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes, deren Schwerpunkt auf den angewandten Künsten, weniger auf den industriellen Leistungen der teilnehmenden Länder, liegt.
Neben den üblichen Länderpavillons gibt es zudem mehrere Ausstellungsgebäude, die der französischen Luxusgüterindustrie gewidmet sind.
Bei Art Déco denkt man an opulent geschwungene Formen, exquisite Möbel, kostbare Stoffe und raffinierte Kleider – doch nur selten an Grafik.
Dabei kam es auch auf dem Gebiet des gedruckten Bildes zu bemerkenswerten Leistungen, wie das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg permanent zeigt.
