Die wichtigsten Ausstellungen werden erwähnt unter Verweis auf das Museum.

Die Sammlung Justin K. Thannhauser,


(English) Photo/Foto: Hôtel de Caumont Art Centre

Hôtel de Caumont Art Centre präsentiert Meisterwerke aus der Sammlung Justin K. Thannhauser, die 1963 der Solomon R. Guggenheim Foundation in New York vermacht wurden. Rund fünfzig bedeutende Werke aus dieser renommierten Sammlung werden in Europa in einer Wanderausstellung präsentiert, die im Guggenheim Bilbao Museum ihren Anfang nahm: Gemälde und Skulpturen von Meistern des Impressionismus und des Post-Impressionismus, aber auch von den wichtigsten Persönlichkeiten der modernen Kunst, von Manet bis Picasso, Degas, Gauguin, Cézanne, Van Gogh, Braque und Matisse. Die Ausstellung bietet dem Besucher auch die Möglichkeit, die Geschichte der Thannhauser-Sammlung anhand von Fotos, Inventarbüchern und anderen Archivdokumenten zu rekonstruieren, die die Beziehungen zwischen der Familie Thannhauser und den avantgardistischen Künstlern, Sammlern und Händlern dieser Zeit veranschaulichen.

Das Panorama von Nimwegen


Das Kulturzentrum die Bastei präsentiert ab Sonntag, 24. März 2019 das älteste Stadtpanorama der Niederlande auf überraschend neue Weise. Das Nijmeegsch Rondgezicht von Derk Anthony van de Wart (1767-1824) wurde auf das 100-fache der ursprünglichen Größe vergrößert und bietet uns einen einzigartigen Blick auf die Landschaft des 19. Jahrhunderts. Das Nijmeegsch Rondgezicht ist das älteste Stadtpanorama der Niederlande. Derk Anthony van de Wart nahm dieses Panorama 1806 aus dem Belvédère auf. Es zeigt die enge, befestigte Stadt Nijmegen inmitten der großen und weiten Flusslandschaft. Speziell für diese Ausstellung sind die Originalradierungen erweitert und mit Informationen ergänzt, um ein klares Bild vom Leben im frühen 19. Jahrhundert zu vermitteln.

Die Weimar Republik


Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um die Krise der liberalen Demokratie beleuchtet die Ausstellung in vier inhaltlichen Kapiteln die zentralen Herausforderungen in Politik und Gesellschaft, die sich den Zeitgenossinnen und Zeitgenossen damals stellten. Die Tatkraft, mit der Demokratinnen und Demokraten dabei ans Werk gingen, ist beeindruckend; ihre Modernität bestechend und visionär bis heute. Viele der von ihnen erkämpften und verteidigten Freiheiten und Gestaltungsspielräume sind Meilensteine und wirken bis in die Gegenwart hinein: das 1919 eingeführte Frauenwahlrecht, der Kompromiss als grundlegendes demokratisches Prinzip, die Etablierung des Sozialstaates, das Ringen um einen offenen Umgang mit der Sexualität, die Innovationen im Städte- und Wohnungsbau oder die Neuregelung des Verhältnisses zwischen Staat und Religion.

Im Fokus steht daher nicht das Ende Weimars, sondern wie sich die Bürgerinnen und Bürger mit dem, was Demokratie ist und werden sollte, kontrovers auseinandersetzten

Illusionen und Fake News für immer


Livia Marin (1973), “ Nomad Patterns” Keramik, 2018. Leihgabe der Künstlerin. © Livia Marin, Foto: : Kunsthalle München

Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind. Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion. Die Ausstellung fasst über vier Jahrtausende Augentäuschung zu einem aufregend inszenierten Kunsterlebnis zusammen – in jedem Raum warten neue Überraschungen. Dabei gilt es, sowohl unbekanntere Künstler zu entdecken als auch Werke großer Meister der Kunst- und Designgeschichte zu bestaunen. Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus. Heute hält die digitale Virtual-Reality-Technik schier unendliche Möglichkeiten bereit, die lange Tradition der optischen Täuschungen auf bisher ungeahnte Weise zu erweitern.