Das Siemens Mosaik

Das Rheinische Landesmuseum Trier besitzt die bedeutendste Sammlung römischer Mosaiken nördlich der Alpen. 21 Mosaike werden gezeigt, aber mehr als 110 Mosaike hat das Museum  dazu noch geborgen. Diese Sammlung entwickelte sich im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts. In der Zeit um die Jahrhunderte wächst die Sammlung durch zufällige Neufunde durch Grabungen und gelegentlich gezielte Forschungen.. Eben der Zweite Weltkrieg bringt neben vielen Zerstörungen auch den Zuwachs des mosaikenbestandes durch die Anlage von Luftschutzbunkern, Löschteigen und Splittergräben.

Die Zahl der Mosaikenböden ist auch durch die Neubautätigkeit im Stadtgebiet Triers ständig zugenommen. Die Bergung antiker Mosaike ist vor allem wegen ihrer Größe und ihres Gewicht aber ein schwieriges Unterfangen. Bei vielen Mosaiken ist es heute auch schwierig, die einzelnen Ergänzungen und Reparaturen zu erkennen die im Laufe der (vielen) Jahre mit den verschiedensten (und auch schädlichen) Materiallien vorgenommen wurden.

Es gibt oft wechselvolle Geschichte und mann könnte auch sagen, das nur durch ein Wunder Mosaiken überhaupt jetzt in einem Museum zu sehen sind. Ein Beispeil ist das sogenannte Siemens-Mosaik. Im Museum ist ein einiziges Medaillon dieses großflächigen Mosaik ausgesellt, das man in 1811, während der napoleonischen Besatzung, bei Bauarbeiten entdeckte. Die französische Regierung hatte die Absicht das Mosaik zu behalten. Der Besitzer setzte aber den Bau fort und zerstörte zu diesem Zweck einen Teil des Bodens. Die kaiserliche Behörden erliessen darauf sofort einen Befehl, das Mosaik zu erhalten. Zwei freiliegende Bildfelder wurden tatsächlich teilweise gehoben. In 1865 erfolgte die Freilegung der restlichen zweidrittel des Bodens. Das Mosaik ging in den Besitz der Familie Von Siemens über, das Mosaik wurde ausgelegt in einer Berliner Villa, aber im Zweiten Weltkrieg in Kisten abgelagert. Das Mosaik erlitt in dieser Zeit erhebliche Beschädigungen. In 1951 wurde das Mosaik dem Rheinischen Landesmuseum übergeben. (Quelle: P. Hoffmann, Römische Mosaike im Rheinischen Landesmuseum (Trier 1999)