Die wichtigsten Ausstellungen werden erwähnt unter Verweis auf das Museum.

Europa und das Meer


Der dänische fischkutter rexona (frederikshavn 1899) in Amsterdam, Sommer 2017. Foto: TES.

Geographisch gesehen ist Europa ein maritimer Kontinent. Gemessen an der Küstenlänge und Gesamtgröße hat keiner der Erdteile mehr Berührungspunkte mit dem Meer. Dennoch scheint gerade den Mittel- und Osteuropäern das Meer häufig weit entfernt. Im Alltag vieler Nationen spielt es auf den ersten Blick nur als Urlaubsort oder für Küstenbewohner eine Rolle.

Wie grundlegend das Meer die Entwicklung Europas prägte und welche Rolle es bis in die Gegenwart hinein spielt, zeigt die Ausstellung „Europa und das Meer“. Die Präsentation spannt einen Bogen von der Antike bis in die unmittelbare Gegenwart und untersucht die Bedeutung des Meeres als Herrschafts- und Handelsraum der Europäer, als Brücke und Grenze, als Ressource sowie als Sehnsuchts- und Imaginationsort. Neben der historischen Dimension rücken dabei viele Aspekte in den Fokus, die uns heute mehr denn je beschäftigen: der Flucht von Millionen von Menschen nach Europa, die Nutzung und Ausbeutung der Meeresressourcen, Umwelt- und Klimafragen werden zunehmend öffentlich diskutiert.

Moderne Kunst seit Winckelmanns Antike


Georg Schrimpf (1889-1938), Drei Mädchen, 1932. Kollektion Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Klaus E. Göltz

Die Ausstellung die künstlerische Auseinandersetzung mit der Antike vom 18. Jahrhundert bis Kunst in der Gegenwart. Zunächst wird auf Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) rekurriert, auf seine epochalen Beschreibungen antiker Skulpturen, seine Monumenti, antichi inediti (1755) und auf das Bildungserlebnis von Künstlern. Zentrales Moment ist die Wiedergewinnung der Antike, die sich in der Weimarer Klassik kunsttheoretisch und literarisch ausdrückte. Im 19. Jahrhundert wurde die Klassik zunehmend historiografisch und kritisch reflektiert. Der Blick auf die Antike blieb jedoch nicht nur einseitig retrospektiv, sondern besaß und entwickelte ein hohes innovatives Potenzial.

Schließlich rückt auch die Entwicklung im 20. Jahrhundert bis zur Jahrtausendwende in den Fokus. Um 1914 setzte innerhalb der Kunst der Moderne erneut eine Diskussion der Klassik ein, die in der Krise der klassischen Moderne kulminierte. Die Antike wurde beschworen und zugleich entfremdet und für den Betrachter verrätselt. In der modernen Kunst seit Winckelmanns Antike liegt der inhaltliche Schwerpunkt der Exposition. Damit deckt sie mehr als 200 Jahre Antikenrezeption ab. Insgesamt werden 67 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken gezeigt.

Keltengold in einem Steinzeitdorf


Im Museum wird präsentiert, was Archäologen bei der jungste Erschließung in der Stadt gefunden haben. Vor mehr als 7000 Jahren dürften in den 20 Lehmhutten bis zu 100 Menschen gelebt haben. Das reich mit Goldschmuck ausgestattete Grab einer Frau aus der Mitte des 6. Jahrhunderts vor Christus lasst erkennen welche Bedeutung die Landschaft gehabt haben muss.

Pariser Drucken vor allem aus den 1920er


Paul Colin (1892–1985), Josephine Baker im Bananenkostüm, 1927, Blatt aus der Mappe Le Tumulte noir, Lithografie, Pochoirdruck, 47 x 33 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat in den letzten Jahren eine in Deutschland einmalige Sammlung an Pariser Drucken vor allem aus den 1920er Jahren erworben. Von den über 700 Blatt sind rund 250 Werke von Künstlern wie George Barbier, Jean Carlu, Paul Colin, Paul Iribe, Georges Lepape, Charles Loupot, André Édouard Marty und AM. Cassandre in der Ausstellung zu sehen. Präsentiert werden Plakate, Illustrationen (v.a. Pochoirdrucke) und Anzeigen, vor allem aus den Zeitschriften Vogue und L’Illustration. Es mag erstaunen, hier Anzeigen gleichberechtigt aufgeführt zu sehen. Doch in bebilderten Großformaten etablieren sie sich erst ab 1918 als neue, dem Plakat ebenbürtige Form der Werbung, werden von führenden Künstlern entworfen und spiegeln die großen Themen dieser Zeit wieder: das Auto, das in den Jahren um 1930 in gestalterischer Hinsicht einen Höhepunkt erlebt, das französische Chanson, das in den zwanziger Jahren groß wird, die Haute Couture, die in dieser Zeit in Paris entsteht, und nicht zuletzt Tanz und Cabaret, die damals besonders in der Hauptstadt eine wichtige Rolle spielen.

 

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